Die Einführung von Microsoft Dynamics 365 Business Central stellt viele Unternehmen vor große organisatorische und fachliche Herausforderungen – insbesondere dann, wenn mehrere Gesellschaften, Standorte oder Geschäftsbereiche zusammengeführt werden sollen. Eine bundesweit tätige Unternehmensgruppe mit Fokus auf ingenieurgetriebene Dienstleistungen, kritische Infrastruktur, nachhaltige Stadtplanung und Verfahrenstechnik stand genau vor dieser Aufgabe. Das Leistungsspektrum reichte von Wasser- und Abwasserwirtschaft über Hochwasserschutz und Energiekonzepte bis hin zu softwaregestützten Ingenieurlösungen. Der Wassersektor bildete dabei das fachliche Fundament der Gruppe, ergänzt durch weitere spezialisierte Einheiten und ein wachsendes Netzwerk.
Mit dem kontinuierlichen Wachstum der Gruppe – auch durch die Integration weiterer etablierter Unternehmen – stiegen die Anforderungen an ein einheitliches, skalierbares ERP-System. Ziel war es, kaufmännische Prozesse zu vereinheitlichen, projektorientiertes Arbeiten transparent abzubilden und gleichzeitig die Besonderheiten der einzelnen Einheiten zu berücksichtigen. Schnell wurde klar, dass es nicht nur um die Auswahl einer Software ging, sondern um eine strukturierte ERP-Einführung mit klarer interner Projektverantwortung. Die Entscheidung fiel auf Business Central als zentrales ERP-System, das sowohl aktuelle Anforderungen als auch zukünftiges Wachstum abbilden kann.
Im Rahmen des Projekts haben wir die Rolle der internen Projektleitung für die Business-Central-Einführung übernommen. Gemeinsam mit den internen Verantwortlichen wurden zunächst Bedarf, Zielsetzung und Projektumfang definiert. Dabei lag der Fokus auf der Übersetzung fachlicher Anforderungen in umsetzbare ERP-Strukturen. Als Bindeglied zwischen Management, Fachbereichen und Softwarehaus wurde sichergestellt, dass Entscheidungen nachvollziehbar getroffen, Prioritäten sauber gesetzt und die Projektziele konsequent verfolgt wurden. Die technische Umsetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit KumaVision als Implementierungspartner.
Ein wesentlicher Bestandteil der Einführung war die Anbindung externer Systeme. Besonders relevant war die Schnittstelle zu Personio, um Personal- und Organisationsdaten konsistent zu halten und administrative Prozesse zu vereinfachen. Durch die Integration konnten redundante Datenpflege vermieden und klare, durchgängige Prozesse geschaffen werden. Parallel dazu lag ein starker Fokus auf Projektcontrolling, Finanztransparenz und gruppenweiten Auswertungen – zentrale Faktoren für Unternehmen mit projektbasierter Wertschöpfung.
Nach dem erfolgreichen Go-Live folgte eine kurze, strukturierte Hypercare-Phase, in der Anwender begleitet, offene Punkte geklärt und Prozesse feinjustiert wurden. Bereits nach kurzer Zeit konnte Business Central vollständig im Tagesgeschäft genutzt werden. Die Akzeptanz in den Fachbereichen war hoch, da Prozesse verständlich gestaltet und an die tatsächlichen Arbeitsweisen angepasst wurden. Gleichzeitig entstand eine belastbare ERP-Struktur, die nicht nur den aktuellen Betrieb unterstützt, sondern auch zukünftige organisatorische und fachliche Entwicklungen ermöglicht.
Das Projekt zeigt deutlich, dass eine erfolgreiche Business-Central-Einführung weniger von der Branche als von klarer Projektführung, sauberer Kommunikation und einer konsequenten Ausrichtung an den Unternehmenszielen abhängt. Als interner Projektleiter übernehmen wir branchenübergreifend die Verantwortung für ERP-Projekte und sorgen dafür, dass Software, Organisation und Menschen zusammenpassen. So entsteht eine nachhaltige ERP-Lösung, die Unternehmen langfristig stärkt und handlungsfähig macht.





